• Sibylle Von Burg

CONGO DER GROSSE alias Quaglichopf

Früh morgens, wie immer Ankunft aus Spanien an einem Samstag, kam Congo zu uns nach Hause. Ich bemerkte schon bei der Ankunft, dass mein Mami wohl etwas geschafft war als sie nach Hause kam. Hmm dachte ich, was ist denn nur los mit ihr? Schnell konnte ich nachvollziehen warum dies so war….. denn ich lernte Congo kennen…..


Freudig wie immer begrüsste ich meinen neuen Freund in unserem Zuhause. Folgte ihm auf seiner Erkundungstour durch unsere Wohnung und beobachte den grossen, schwarzen Rüden wie er alles genau beschnüffelte und bestaunte. Ehrlich gesagt, er machte mir schon grossen Eindruck – war er doch einiges grösser und schwerer als ich.


Trotz meiner Ehrfurcht vor dem grossen Rüden, forderte ich ihn zu einem kleinen Spiel heraus und so tollten wir bald quer durch unsere ganze Wohnung. Ich merkte schnell, dass dieser grosse Kerl wirklich freundlich ist.


Doch als es ihm dann zu bunt wurde und er anscheinend genug von meinen Spielaufforderungen hatte, schwups gab er mir einen Hieb mit seinem Po und ich flog davon. Hui dachte ich, was für eine Kraft der hat. Das beeindruckte mich sehr. Diese Kraft und das nur mit seinem Po? Was passierte da er erst, wenn er seinen ganzen Körper einsetzten würde?

Jetzt wusste ich auch warum Mami ein bisschen kraftlos aussah. Denn mein grosser, schwerer, aber absolut liebenswerter Kumpel kannte natürlich auch noch nicht das Leine laufen.


So verbrachten wir die nächsten Tage viel im Freien und haben oft zusammen gespielt. Congo hat immer besser gelernt wie er an der Leine gehen soll und sogar frei mit mir rumspringen durfte er sehr bald. Das machte richtig Spass…..


Im Alltag kannte er natürlich auch wieder nicht wirklich viel und musste all die Eindrücke auch verarbeiten.


Da hat er doch eines Abends, der mutige Kerl, was Feines in der Küche gerochen.

Ich selber tue das oft, aber ich würde mich niemals getrauen am Küchenbord hochzusteigen. Mami und Papi haben ihre Sachen dort oben, ich weiss, dass ich da nichts holen darf. Doch Congo war mutig, oder wusste eben nicht, dass sich das nicht gehört, folgte dem Geruch und fand ein herrliches Stück Pouletbrust. Mami und Papi hörten ein Scheppern in der Küche und kamen angerannt. Ich lauert unter dem Esstisch und konnte alles von meinem Versteck aus bestens beobachten. Congo hatte bereits die Hälfte im Mund, als Papi bei Congo ankam und ihn in sein Bettchen führte und mit ihm schimpfte. Was Papi in dieser Aufregung aber völlig vergass war, dass die feine Pouletbrust noch immer auf dem Boden lag. Hihihihi! Mein Glück! So schnappte ich mir blitzschnell, schwupp di wupp, das übrig gebliebene Stück und schlang es sofort hinunter. Als nun Papi zurück kam, bemerkte er es natürlich sofort. Ich schaute in schuldbewusst, aber natürlich möglichst herzerwärmend, an. ICH hatte es ja nur vom Küchenboden gegessen und nicht von der Ablage, es lag doch da einfach so rum. Das kapierte dann wohl auch Papi und ich bekam keinen Ärger. Glück gehabt 🙂


Die nächsten Tage lernte Congo und lernte….. was er aber auch lernte, war Mami mit seinem Quaglichopf um den Finger zu wickeln. Ich schaute ihm dabei immer gespannt zu. Das konnte er wirklich hervorragend! Immer wenn Mami mit ihm sprach, bewegte er seinen Kopf hin und her, als würde er ihr gespannt zuhören. Ich glaube das war alles nur Taktik von ihm, um Guddis zu erhalten. Aber lustig sah es schon aus, das muss ich zugeben.

Mami nahm es dann sogar auf:

Als nun einige Tage später wieder das Telefon klingelte war es für Congo. Kurz darauf gingen Mami und Congo alleine spazieren. Dies hiess für mich wohl jemand möchte meinen grossen Freund kennenlernen. Anscheinend verlief dies auch so gut, dass der gutmütige Riese einige Tage später in sein Zuhause zog.


Die Nachrichten, die wir von ihm kriegen sind super. Er hat eine tolle Familie gefunden mit Haus und Garten. Seine neue Besitzerin, so erzählt es mir Mami, übt mit viel Liebe, Geduld und Ruhe mit dem grossen Kerl. Er spielt im Garten, darf viele ausgiebige Spaziergänge machen und zu seinen heiss geliebten Schmuse- und Spielstunden kommt er auch.


Lieber Congo, ich hoffe, mal wieder zu dir hochschauen zu dürfen, dein „ kleiner“ Freund Max

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